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"Skript Express - Reform des Schuldrechts" von Alpmann & Schmidt
Martin Bahr

MUST BE für Praktiker

Eine Rezension zu:

Alpmann & Schmidt

Skript Express - Reform des Schuldrechts


2. Auflage, Dezember 2001, 196 S., 14,90 €
ISBN 3894765593


In gewohnt zuverlässiger Manier informieren die Alpmänner über die Verwirrungen und Irrungen dieser großen Schuldrechtsreform.

Die Notwendigkeit einer 2. Auflage ergab sich dadurch, daß die 1. Auflage sich noch auf den Regierungsentwurf bezog, der z.T. abgeändert wurde.

Um es von vornherein zu sagen: Das Skript überzeugt sowohl inhaltlich als auch didaktisch. So bietet das Werk zunächst einen aktuellen Literaturstand (etwas, was z.B. bei dem Hemmer-Skript gänzlich fehlt).

Sehr gelungen ist die didaktische Aufbereitung des Stoffes. Die Autoren wählen einen sehr hilfreichen Ansatz, indem sie die Neuerungen in dreifacher Weise darstellen.

Im 1. Teil wird der Wortlaut der einzelnen §§ und einer Kurzkommentierung zu den einzelnen Normen wiedergegeben. Diese Art der Darstellung ist vor allem hilfreich bei später auftretenden Problemen, um noch einmal einzelne Probleme zu vertiefen.

Der 2. Teil ist der systematische Einstieg in die Materie. Hier wird nach jeweiligen Rechtsmaterien (Leistungsstörungsrecht, Verjährung usw.) gegliedert und bietet so dem Leser die Möglichkeit, die Vernetzung und Abhängigkeiten der einzelnen Rechtsvorschriften voneinander zu verstehen. Dadurch werden dem Leser die Folgen und Konsequenzen der Reform anschaulich und plakativ vor Augen geführt.

Der 3. Teil ist eine Darstellung ALT-NEU und ermöglicht das schnelle Nachschlagen, wo der einzelne § gelieben ist. Leider ist diese Darstellung drucktechnisch nicht sehr ansprechend gelungen und verliert daher mangels Augenfreundlichkeit stark an Wert.

Gesamtergebnis:
Das Skript ist insgesamt äußerst praxisorientiert. Ein großer Vorteil für den Praktiker, ein erheblicher Nachteil für den Studenten und ggf. für den Referendar. Etwaige rechtliche Konsequenzen, z.B. welche Folgen die Gleichstellung von Rechts- und Sachmangel auf ein mögliches Anfechtungsrecht nach § 119 Abs.1 BGB haben, werden kaum oder gar nicht erörtert. Dies ist beim Hemmer-Skript anders. Für den Praktiker daher momentan einfach ein MUST BE, der Student bzw. Referendar sollte überlegen, ob er nicht noch einige Zeit abwartet und die allgemeinen Skripte und Lehrbücher zum BGB AT und BT erwirbt. Will er sich schon jetzt über die Neuheiten informieren, geht auch kein Weg an A&S vorbei.

Kontakt: Martin Bahr, www.schuldrechtsreformskript.de
Bochum
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