Jurawelt

Frankfurt/Main
Die Stadt
http://www.frankfurt.de

Frankfurt ist eine der Finanzmetropolen Europas mit einem der größten Flughäfen der Welt. Mit nur knapp 800.000 Einwohnern, aber um die 3 Millionen Menschen, die jeden Tag in Frankfurt arbeiten, studieren, einkaufen o.ä., ist die Stadt recht hektisch. Die Skyline wird auch als "Mainhatten" bezeichnet – in Anlehnung an New York. Vom "Eisernen Steg" (Main-Brücke) aus sieht man die Skyline am schönsten. Nachdem das Stadtzentrum im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört wurde, haben Banken und Sozietäten hier Wolkenkratzer aus dem Boden schießen lassen. Die Praktika- und Jobangebote für Juristen sind daher recht umfangreich. Leider gibt es deswegen kaum Wohngebiete mit alten Fachwerkhäusern o.ä.
Neben der Europäischen Zentralbank und der Messe Frankfurt (IAA usw.) findet man in FfM auch historische Sehenswürdigkeiten, wie die Paulskirche. In Sachsenhausen ist der berühmte Frankfurter Äpplewoi zu Hause. Das Kneipenviertel schläft fast nie. Eine der interessanten Stadttouren ist der Äppelwoi Express, eine S-Bahn, in der man wärend der Stadttour einen "Schoppen" machen kann. Das bekannteste Einkaufsviertel ist die Zeil. Hier sollte man allerdings auf Preise achten. Andere Einkaufsmeilen sind mitunter günstiger.

Johann Wolfgang Goethe-Universität

Die Goethe-Uni wurde erst Anfang des 20. Jahrhundert gegründet und ist daher noch recht jung. Sie zählt zu den zehn größten Hochschulen Deutschlands. Die wichtigsten Fachbereiche sind Rechtswissenschaften, Medizin und BWL (Fachbereiche 1, 2 und 3). Etwas unglücklich für Fachbereiche wie z.B. Lehramt ist, dass die Uni keinen wirklichen Campus besitzt. Die Juristen, BWLer usw. studieren am Hauptcampus in Bockenheim. Die Mediziner sind in den Uni-Kliniken untergebracht. Die Biologen sind im Norden Frankfurts zu Hause, und Geisteswissenschaften hat man im IG-Farbenhaus im Westend einquartiert. Da das IG-Farbenhaus noch in der Erweiterung ist, müssen einige Fachbereiche pendeln. Den Juristen stört das allerdings nicht. Juristen sind alle in Bockenheim im Vorlesungsblock oder im Juridicum. Neben der Hauptuni Bockenheim befindet sich auch der Palmengarten, in den man mit dem Semesterticket kostenlose rein kommt. Besonders im Sommer ist es hier sehr entspannend. Das Semesterticket (in den Studiengebühren enthalten) befähigt Studierende zu kostenlosen Fahrten im gesamten Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der von Mainz bis Fulda und von Friedberg bis Südhessen reicht.

Homepage:
Uni: http://www.uni-frankfurt.de
ReWi: http://www.jura.uni-frankfurt.de
Info-System: http://univis.uni-frankfurt.de

Größe / Studenten
Insgesamt 36.000 / davon knapp 6.000 Juristen

Renommierte und bekannte Professoren
  • Albrecht: Kriminologie und Strafrecht
  • Baums: Wirtschaftsrecht und Bürgerliches Recht [Führend in Deutschland]
  • Bogdandy: Öffentliches Recht, Europarecht, internationales Wirtschaftsrecht und Rechtsphilosophie [Direktor des Max-Planck-Instituts für ausl. u. öff. Recht u. Völkerrecht]
  • Frankenberg: Öffentliches Recht, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung
  • Hassemer: Rechtstheorie, Rechtssoziologie, Strafrecht und Strafprozessrecht [Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts]
  • Naucke: Strafrecht, Strafprozeßrecht, Kriminologie, Rechtsphilosophie
  • Neumann: Strafrecht, Strafprozeßrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie
  • Osterloh: Öffentliches Recht und Steuerrecht [Richterin des Bundesverfassungsgerichts]
  • Stolleis: Öffentliches Recht und Neuere Rechtsgeschichte [Direktor des MPI für Europäische Rechtsgeschichte]
  • Wolf: Zivilrecht und Verfahrensrecht [Richter am OLG Frankfurt]
  • Zuleeg: Öffentliches Recht einschließlich Europarecht und Völkerrecht [ehemaliger Richter am Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften]

Studienaufbau
1.-5. Semester: Pflichtfächer (Zivilrecht, Ö-Recht, Strafrecht, Rechtsgrundlagen) jeweils Anfängerschein (Klausur und Hausarbeit). Nach der neuen Prüfungsordnung müssen Studierende die Anfängerscheine und den Grundlagenschein innerhalb der ersten vier Semester bestehen (nur eine Wiederholung einzelner Prüfungen möglich). Dies wird als Zwischenprüfung bezeichnet. Nach Bestehen der einzelnen Anfängerscheine kann man sich auf die jeweiligen Fortgeschrittenenscheine stürzen (Klausur und Hausarbeit).
6.-8. Semester: Vertiefung der Pflichtfächer und Studium der Wahlpflicht- und Wahlfächer.

Besonderheiten
Uni bietet Klausurenkurse zur Vorbereitung auf das Staats kommerziellen Repetitorien teil. Es gibt zahlreiche Schein-, Basis- und Examensreps. Wegen der Nähe zu den Frankfurter Banken bietet der FB ReWi zahlreiche wirtschaftswissenschaftliche Kurse an. Austauschprogramme mit Spanien, Frankreich, Florida u.v.m. (http://www.jura.uni-frankfurt.de/Studium/auslandspr.html).
Vorlesungen über anglo-amerikanische, französische oder italienische Rechtstherminologie werden ebenfalls angeboten. Jedes Semester finden zahlreiche Firmenpräsentationen statt.
Durchfallquoten sind normal.

Repetitorien
Jura Intensiv und Alpmann-Schmidt gehören zu den führenden. Am Campus bietet Logo noch Scheinreps an, die großen Zulauf finden. Ansonsten gibt es noch zahlreiche nicht so bekannte Reps. Zulauf sehr groß.

Praktika
Drei Praktika vorgeschrieben:
  • 1 Monat Gerichtspraktikum: Theoretisch in jedem deutschen Gericht auf Antrag möglich. I.d.R. wird es im Gruppenpraktikum am nächstgelegenen Gericht am eigenen Wohnort (während des Semesters) absolviert. Das erspart Anträge und funktioniert recht gut.
  • 1 Monat Verwaltungspraktikum: Wird auch im Gruppenrahmen angeboten. Kann aber in jeder deutschen Verwaltung absolviert werden.
  • 1 Monat Wahlpraktikum: Anwaltskanzlei, Landtag, Bundestag, Firma, Ausland u.v.m. Darf nicht als Gerichts- oder Verwaltungspraktikum eingestuft sein.
Nähere Infos findet man am Schwarzen Brett vor dem Dekanat.

Bibliotheken und Ausrüstung
Mehrere Bibliotheken für jedes Rechtsgebiet, Juristische Bibliothek im Juridicum, Stadt- und Universitätsbibliothek, sowie Deutsche Bibliothek (nicht weit vom Campus). Ausleihsituation eher schlecht. Meist sind die Bücher schnell vergriffen oder veraltet. Ansonsten Präsenzbestand. In den juristischen Bibliotheken fehlen ab und an Seiten, ansonsten recht gut ausgestattet. Am besten ist natürlich die Deutsche Bibliothek ausgestattet. Kopien kosten rund 5 Cent pro Seite.

Fachschaft
Sehr hilfreiche Hausarbeiten- und Klausurensammlung und sehr informative Homepage.
http://www.fachschaft-jura.info

ELSA
http://frankfurt.elsa-deutschland.de/de

ERASMUS-Möglichkeiten
Etliche Angebote. Hilfreich ist die Studienberatung.

Internetzugang für Studenten
Kostenlos W-LAN am Campus. Kostenlose Nutzung von Computern im Hochschul-Rechenzentrum (HRZ) – allerdings beschränkte Kapazitäten. Juris-Online kostenlos im Juridicum nutzbar. Druckkosten entstehen.

Mensa / Cafe
Tägliche verschiedene Gerichte in verschiedenen Mensen. Preise ok. Qualität am Hauptcampus ist erträglich. Am besten geht man zum IG-Farbenhaus. Dort sind die Preise identisch, das Essen allerdings um einiges besser!
Speisepläne: http://web.uni-frankfurt.de/studentenwerk/Verpflegungsbetriebe/Speiseplane/speiseplane.html

Wohnheime / Wohnungsmarkt
Wohnungsmarkt in Frankfurt ist extrem schlecht. Es ist schwierig etwas zu finden und die Preise sind hoch (eine der teuersten Städte Deutschlands). Am besten rechtzeitig um Wohnheimplatz kümmern (Studentensekretariat kann helfen). Ansonsten ist es günstiger etwas außerhalb von Frankfurt zu wohnen.
http://www.uni-frankfurt.de/studium/frankfurt/wohnen/index.html

Verkehrsanbindung
ÖPNV ist sehr gut in FfM. Züge und Bahnen fahren von etwa 4 Uhr morgens bis etwa 1 Uhr nachts. Dazwischen fahren Nachtbusse. Alles im Semesterticket enthalten.

Freizeitmöglichkeiten / UniSport
Die Uni bietet günstig und zahlreich Hochschulsport an.
http://www.uni-frankfurt.de/hochschulsport
Ansonsten gibt es in Frankfurt nichts, was es nicht gibt. Hier kann man so gut wie alles machen.
http://www.uni-frankfurt.de/studium/frankfurt/freizeit/index.html
Zahlreiche Feste und Messen, Clubs und Bars, Kinos und Theater. Im Zweifelsfall kann die Zeitschrift Journal Frankfurt (http://www.journal-frankfurt.de) aushelfen.
Die Landeshauptstadt Wiesbaden ist ebenfalls nur knapp 30 Minuten entfernt.

Sonstiges, was in dieser Liste fehlt
Juridicum ist behindertengerecht durch Fahrstühle und Rampen. Blindenschrift an Türen usw. Informationen über den Florida-Austausch gibt es unter http://www.gator2004.de.vu.

Autor/Ansprechpartner
Patrice Göbel, http://www.patrice-goebel.de
Bochum
"Strafrechtliche Bewertung vom Phishing und Pharming Angriffen" von David Schneider
Normentheorie, Strafrechtsdogmatik und der Tatbestand des § 142 StGB
Schemata Schuldrecht AT von Pieter Schleiter





Copyright © 2000-2008 Jurawelt