Jurawelt

Oldenburg
Die Stadt
http://www.oldenburg.de
Die Universitätsstadt Oldenburg ist das wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentrum der Weser-Ems-Region. Für diese Region von der Größe des Bundeslandes Schleswig-Holstein verfügt die Stadt Oldenburg mit ihren 158.000 Einwohnern über alle zentrale Dienstleistungen und eine hochwertige, zukunftsorientierte Infrastruktur. In der Dienstleistungsmetropole Oldenburg haben überregionale Banken und Versicherungen ihren Hauptsitz, diverse Verwaltungen und verschiedene Gerichtsbarkeiten sind hier ansässig. Große Betriebe des produzierenden Gewerbes haben sich hier angesiedelt.

Wälder in der Umgebung und viele Gärten machen Oldenburg zu einer grünen Großstadt, deren Stadtbild auch durch die Studierenden geprägt wird: Gemütliche Kneipen, preiswerte Restaurants, Szenetreffs und das Fahrrad als Fortbewegungsmittel Nummer 1 gehören zum Leben der Stadt. Die Nähe zu Holland wird am Samstag deutlich, wenn viele der Nachbarn zum "Winkelen" nach Oldenburg kommen.

Die Universität
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, http://www.uni-oldenburg.de
Hanse Law School, http://www.hanse-law-school.org

Die Universität Oldenburg gehört zu den jungen Hochschulen Deutschlands, die sich in ihrer gut 25-jährigen Geschichte ihre Offenheit und Bereitschaft, neue Herausforderungen anzunehmen, bewahrt hat. Mit 11.000 StudentInnen und rund 1.800 WissenschaftlerInnen und Bediensteten ist sie eine überschaubare Hochschule mit guter Ausstattung und architektonisch bemerkenswerten Gebäuden, die auf zwei Standorte konzentriert sind. Die Universität Oldenburg wurde 1973 im Rahmen der Reform und Ausweitung des Hochschulsystems der Bundesrepublik gegründet.

Die Hanse Law School ist ein gemeinsamer rechtswissenschaftlicher Studiengang der Universitäten Oldenburg, Bremen und Groningen. Das Bachelorprogramm läuft seit dem Wintersemester 2002/03; das Masterprogramm hat zum Wintersemester 2005/06 den Lehrbetrieb aufgenommen.

Das Studium

Bachelor und Master (LL.B. und LL.M.)
Das Konzept der Hanse Law School ist europaweit einmalig und bringt frischen Wind in die Juristenausbildung. Die Idee der Hanse Law School entstand aufgrund neuer Anforderungen, die die europäische Integration mit sich bringt. Die gründliche Kenntnis des nationalen Rechts genügt heute schon in vielen Alltagsfällen immer seltener, denn immer mehr Rechtsnormen beruhen auf europäischen Richtlinien, die ihren Ursprung in Konzepten fremder Rechtsordnungen haben. Neue Berufsbilder und sich wandelnde Tätigkeitsfelder fordern von Europas Juristinnen und Juristen Kenntnisse im Recht des Heimatlandes und anderer Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, sowie im EU- und Internationalen Recht. Dies gilt sicherlich auch in ausgeprägtem Maße für die Nord-West-Region, in der die Hanse Law School ihre Wurzeln hat und für einen Einsatz in mittelständischen Unternehmen.

Die Hanse Law School hebt sich durch den integrierten Ansatz eines rechtsvergleichenden Studiums des deutschen und niederländischen Rechts sowie der für die Wirtschaftspraxis relevanten Bereiche des englischen Common Law in EU-rechtlicher Perspektive von anderen rechtswissenschaftlichen Studiengängen ab. Interdisziplinäre Kompetenz wird durch wirtschaftswissenschaftliche Angebote und Sprachstudien vermittelt.

Nach einer vierjährigen Regelstudienzeit an der Universität Oldenburg und Bremen schließt das Studium mit dem Titel "Bachelor of Laws" (LL.B.) ab. Das integrierte Auslandsstudium erfolgt im 4. und 5. Semester oder 5. und 6. Semester. Unsere besondere Empfehlung gilt hier der Partneruniversität in Groningen. Das Auslandsjahr kann aber auch an anderen Europäischen Universitäten, z.B. Sheffield und Le Havre geplant werden.

Darauf aufbauend wird ein einjähriger Masterstudiengang angeboten, der in einem weiteren Studienjahr mit dem Titel "Master of Laws" (LL.M.) abschließt. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten mit dem deutschen Titel auch den niederländischen Regelabschluss "Master of Laws" (frühere Bezeichnung "Meester in de Rechten"), wenn sie den Auslandsanteil beider Studiengänge in Groningen absolviert haben. Werden bestimmte Fächer des niederländischen Rechts in Groningen belegt, kann mit dem Masterabschluss auch der sog. "effectus civilis", der den Zugang zur niederländischen Anwaltsausbildung ermöglicht, erworben werden.

Das Bachelorstudium umfasst 240 Leistungspunkte (1 Leistungspunkt, LP, entspricht einem Gesamtarbeitsaufwand von 30 Stunden) die sich wie folgt verteilen:
  • 8 LP Einführung in die Hanse Law School
  • 27 LP Zivilrecht
  • 7 LP Wirtschaftsrecht
  • 10 LP Arbeitsrecht
  • 30 LP Öffentliches Recht
  • 11 LP Strafrecht
  • 18 LP Recht der EU
  • 60 LP Auslandsstudium
  • 15 LP Bachelorprüfung (8 Wochen Bearbeitungszeit)
  • 18 LP Sprachkurse (Niederländisch/Fachenglisch)
  • 18 LP Wirtschaftswissenschaften
  • 18 LP Praktikum
Das Masterstudium (mit insgesamt 60 LP) wird bestimmt von Pflicht- und Wahlpflichtfächern, die zur Hälfte und im ersten Semester an der Rijksuniversiteit Groningen
erbracht werden.
  • 4 Pflichtfächer (jeweils 6 LP):
    • Company Law (Comparative and European)
    • International Contract Law
    • EC Competition Law
    • Legal Skills - Law in Europe (Niederländisch)
  • 3 Wahlpflichtfächer (jeweils 6 LP) aus:
    • Goederenrecht
    • Verbintenissenrecht
    • Insolventierecht
    • Overheid en privaatrecht
    • Overheidsaansprakelijkheid
    • Europäische und internationale Strafverfolgung
    • Labour, Commerce and Competition in a Transnational and EU Perspective
    • Transnational Relations and Law - International Economic and Commercial Law - Regulation by non-state actors
    • Demokratie, Menschenrechte, Grundfreiheiten - national, europäisch, international
    • Regieren und Verwalten im Informationszeitalter
      (E-governance)/Public Management
    • Europäisches und Internationales Wirtschafts- und Umweltrecht
    • Geistiges und kommerzielles Eigentum
    • EG Verbraucherrecht
  • Masterprüfung (18 LP)

Berufliche Perspektiven

Die Hanse Law School trainiert mit ihren innovativen Lehr- und Prüfungsformen für verschiedene berufliche Anforderungen international tätiger Juristinnen und Juristen. In den Hausarbeiten, Referaten, Klausuren, mündlichen Prüfungen und Kolloquien werden nicht nur Konfliktentscheidungen thematisiert, sondern auch Rechtsgestaltung, Rechtsberatung sowie die kritische Reflektion des Rechts. In "moot courts" wird Verhandlungsführung, Projektarbeit und Kooperation im Team entscheidend. Sprachkompetenz genießt eine hohe Priorität.

Die Absolventinnen und Absolventen der Hanse Law School sind prädestiniert für juristische Tätigkeiten in internationalen und europäischen Behörden und Organisationen, im diplomatischen Dienst, in international oder grenzüberschreitend tätigen Unternehmen.

Mit dem Master können sie sich außerdem für die rechtswissenschaftliche Forschung und Lehre qualifizieren. Sie können auch Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt werden, wofür wie überall in Europa eine ergänzende praktische Ausbildung erforderlich ist. Die dreijährige bezahlte Tätigkeit als „advocaat in opleiding“ in den Niederlanden steht allen offen, die den niederländischen „Master of Laws“ mit „effectus civilis“ erwerben, wofür Sie bestimmte Fächer in Groningen studieren müssen. Ohne eine Abschlussprüfung öffnet diese Ausbildung den Zugang zur niederländischen Rechtsanwaltschaft. Aufgrund der EU-Niederlassungsrichtlinie können Sie mit geringem Zusatzanforderungen auch in anderen EU-Staaten anwaltlich tätig werden. Für den Zugang zur deutschen Anwaltschaft ist gem. § 16 ff EuRAG eine Zusatzprüfung bzw. eine dreijährige Praxis im deutschen Recht erforderlich. Auf beides bereitet die Hanse Law School mit dem hohen Anteil des deutschen Rechts im Studium bestens vor. Die Studierenden erwerben nicht die Befähigung zum Richteramt nach dem Deutschen Richtergesetz.

Von den ersten Masterabsolventinnen und -absolventen haben 75 % im direkten Anschluss an Ihr Studium oder kurze Zeit später den Schritt ins Berufsleben erfolgreich geschafft. Die Beschäftigungsfelder reichen von der Wirtschafts- und Steuerberatung, über die europäische Verbandsarbeit und Wissenschaft bis zur Anwaltstätigkeit.

E-Learning
Das Studium an der Hanse Law School wird durch eine Internetplattform von Campus Virtuell unterstützt. Dort finden die Studierenden wöchentlich aktualisiert Arbeitsmaterialien für die Kurse der HLS. Sie haben dort die Möglichkeit, eigene Arbeitsergebnisse den anderen Studierenden zur Verfügung zu stellen und können eigene, auch geschlossene, Arbeitsräume einrichten. Ein eigener HLS-Info Point informiert die Studierenden über Prüfungs- und Prüfungsanmeldetermine und weitere wichtige Fragen, die das Studium betreffen. Darüber hinaus wird hier auf interessante juristische Vorträge und Kongresse hingewiesen. Mittels Campus Virtuell haben die Studierenden die Möglichkeit, am Ende jeden Semesters die Lehrveranstaltungen zu evaluieren.

Praxisbeirat

Erklärtes Ziel der Hanse Law School ist es, den Studierenden eine Ausbildung bereitzustellen, die eine wirkliche Basis ihres zukünftigen Berufslebens bildet. Dies beinhaltet insbesondere, den Praxisbezug des Studiums fortwährend zu fördern und sicherzustellen. Aus diesem Grund wurde im Januar 2004 ein Praxisbeirat gegründet, der bei der Gestaltung der Lehrveranstaltungen beratend tätig ist und damit den Praxisbezug der Lehrinhalte sicherstellt. Hieraus soll ein Mentorennetzwerk entstehen, das diesen europäisch denkenden Unternehmen, Kanzleien und Behörden auf der einen Seite und den Studierenden auf der anderen Seite die Möglichkeit eröffnet, gegenseitige fruchtbare Arbeitsbeziehungen zu entwickeln.

Alumni
Das Alumni-Programm bietet allen Ehemaligen die Möglichkeit, mit der Hanse Law School und untereinander in Kontakt zu bleiben.  Der Kontakt zu den ehemaligen Studierenden ist für Lehrende, Studierende und alle an dem Programm Beteiligten wichtig, um von den Erfahrung aus der Praxis zu lernen und um einen Überblick zu bekommen, wo Absolventinnen und Absolventen beruflich untergekommen sind.

Bewerbung
Ein Studium an der Hanse Law School kann jeweils nur zum Wintersemester aufgenommen werden, wobei 25 Studienplätze vergeben werden. Die Bewerbung ist mit allen Unterlagen bis zum 15. Juli jeden Jahres beim Immatrikulationsamt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Uhlhornsweg 49-55, 26111 Oldenburg einzureichen, da dieses das Auswahlverfahren für den gemeinsamen Studiengang durchführt. 

Für die Studienplatzvergabe im Bachelor sind Wartezeit und Notendurchschnitt der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) mitentscheidend. Daneben wird ungefähr die Hälfte der Studienplätze seit dem Wintersemester 2006/07 nach einem persönlichen Auswahlgespräch vergeben. Das Gespräch soll zeigen, ob die Bewerberin oder der Bewerber für den internationalen Bachelorstudiengang „Comparative and European Law“ befähigt und für juristische  Tätigkeiten mit internationalem und  europäischen  Profil aufgeschlossen ist. Es ist ein Einzelgespräch und dauert in der Regel 30 Minuten. Bewerberinnen und Bewerber erhalten mit der Einladung zwei Wochen vor dem Gespräch weitere Informationen über den Ablauf.

Für die Studienplatzvergabe im Master ist neben der Note des Hochschulabschlusses das besondere Interesse an dem Studiengang entscheidend, das über ein Motivationsschreiben nachgewiesen werden kann.

Zugangsvoraussetzungen für den Bachelorstudiengang

  • der Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung
  • der Nachweis über hinreichende englische Sprachkenntnisse, z.B. durch den Test of English as a Foreign Language (TOEFL) mit einem Minimum von 79 Punkten  (Internet based Test) oder 550 Punkten (Paper based Test) oder 213 Punkten (Computer based Test) bzw. eine gleichwertige Sprachprüfung, insbesondere die IELTS-Sprachprüfung des British Council Band 6. Dieser Sprachnachweis muss mit dem Antrag auf Immatrikulation spätestens bis zum 15. Juli bei der Universität vorgelegt werden.
Zugangsvoraussetzungen für den Masterstudiengang
  • Hochschulabschluss mit Studienschwerpunkten auf den Gebieten der Rechtsvergleichung vorzugsweise des deutschen, niederländischen und englischen Rechts, des EU- und des Völkerrechts mit einer Gesamtnote von mindestens 2,5. Bei einer Gesamtnote von mindestens 3,0 kann die besondere fachliche Eignung in Form einer mündlichen Einzelprüfung, die in der Regel 30 Minuten dauert, nachgewiesen werden.
  • fundierte englische und niederländische Sprachkenntnisse. Für die englischen Sprachkenntnisse gelten die Ausführungen zum Bachelorstudiengang entsprechend. Die erforderlichen Grundkenntnisse der niederländischen Sprache entsprechen dem Niveau C 1 des Gemeinsamen Referenzrahmens des Europarates (CEF) und werden durch einen erfolgreichen Sprachtest der Universität Bremen oder der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg nachgewiesen.

Campus-Leben
Die Studierenden haben die Möglichkeit alle Einrichtungen der Partner-Universitäten zu nutzen. Mit dem Groningen-Express-Bus (http://www.publicexpress.de) ist man schnell an der Rijksuniversiteit Groninigen.Die traditionsreiche Universität wurde bereits 1614 im Zentrum der Stadt gegründet und zählt heute etwa 22.000 Studentinnen und Studenten in 70 Studiengängen. Sie ist damit die am breitesten gefächerte Universität in den Niederlanden.  Ihre rechtswissenschaftliche Fakultät zählt seit Jahren nach  Studierenden-Rankings und Einschätzung des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Ministerie van Onderwijs, Cultuur en Wetenschappen) zu den besten Rechtsfakultäten des Landes.

In den Mensen des Studentenwerks Oldenburg wird fast alles täglich frisch zubereitet, viele Produkte stammen aus ökologischem Anbau von Betrieben aus der Region. Rindfleisch, Schweinefleisch und Lammfleisch wird ausschließlich aus artgerechter Tierhaltung nach den Richtlinien des NEULAND-Verbandes angeboten. Mit diesem Angebot belegen die Mensen der Uni Oldenburg wiederholt Spitzenplätze im bundesweiten Vergleich (vgl. http://www.studentenwerk-oldenburg.de/mensa/archiv/mensatest.html).

Die Wohnungsmarktsituation ist in Oldenburg entspannt. Die Wartenzeiten bei den Wohnheimzimmern in den Anlagen Huntemannstraße, Otto-Suhr-Straße, Johann-Justus-Weg, Pferdemarkt und Schützenweg sind relativ kurz. Freier Wohnungsmarkt ca. 200 EUR kalt (1-Zi-App.)/150 EUR kalt (Zi in WG).Eine freie Vermittlung von Wohnraum findet über Aushänge im Mensabereich statt. Weitere Angebote finden sich in der „Nordwest-Zeitung“ (Tageszeitung in Oldenburg) am Dienstag im "Kleinanzeiger" und in der Samstagsausgabe.

Informationen über das Kultur- und Sportprogramm finden Sie unter:
http://www.uni-oldenburg.de/studium/16543.html.

HanseLawReview
Studierende der Hanse Law School haben ein Law-Review nach anglo-amerikanischen Vorbild gegründet, das unter http://www.hanselawreview.org zu erreichen ist.

Kontakt

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät 2 / Institut für Rechtswissenschaften
Hanse Law School
Ass. jur. Tim Torsten Schwithal
Wissenschaftlicher Koordinator
Postfach 2503
26111 Oldenburg
Tel.: +49 (0) 441 798-4198
Fax : +49 (0) 441 798-4136
hls@uni-oldenburg.de
Bochum
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