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Praktikum bei Norton Rose Vieregge in Köln
Zemfira Dlovani, Sonja Fechtner, Jens Gölz, Thomas Meyerhans, Susan Reinert, Manuela Schäfer, Hendrik Strauf, Max Thümmel, Leonie Uebbing


Praktikum bei Norton Rose Vieregge in Köln


Bereits zum zweiten Mal veranstaltete Norton Rose Vieregge vom 8. bis 26. März 2004 in Köln ein dreiwöchiges Praktikum, um angehenden Juristen die Möglichkeit zu bieten, einen Einblick in den Arbeitsalltag einer internationalen Großkanzlei zu gewinnen. Aus verschiedenen Teilen Deutschlands und aus Luxemburg fanden wir, neun Studenten unterschiedlicher Semester, uns Anfang März in Köln ein.

Mit gemischten Gefühlen warteten wir gespannt auf den Beginn des Praktikantenprogramms. Nach einer ausgesprochen herzlichen und netten Begrüßung und einer kurzen Einführung in die Geschichte und Struktur der Kanzlei, lernten wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen in einem Kölner Lokal näher kennen.

Zurück in der Kanzlei ging es gleich an die Aufteilung in die verschiedenen Teams. Die Kanzlei gliedert sich in mehrere Arbeitsbereiche: Banking, Corporate Finance, Employment, IP/IT sowie Real Estate. Bei der Verteilung in die unterschiedlichen Teams wurden unsere Präferenzen und besonderen Interessen berücksichtigt. Der ereignisreiche erste Tag endete mit einer Führung durch das Museum der Dom-Brauerei, einem erfrischenden Kölsch und einem ‚Halven Hahn‘.

In den kommenden drei Wochen unseres Praktikums gestaltete sich unser Tagesablauf wie folgt:

Vormittags wurden einzelne Teams vorgestellt und verschiedene Fachvorträge gehalten. Wir lernten darüber hinaus, wie eine Großkanzlei verwaltet wird. Die Vorträge zeichneten sich insbesondere dadurch aus, dass die Referenten es stets verstanden uns einzubinden: Beispielsweise haben wir einen Arbeitsvertrag auf seine Richtigkeit überprüft, die Urheberrechtsproblematik im Zusammenhang einer CD-Herausgabe erarbeitet und den Ablauf eines Unternehmenskaufes erörtert. Abgerundet wurden die fachlichen Vorträge durch solche über die Organisation einer Großkanzlei. Hierbei wurden uns Marketing, Personal- und Rechnungswesen sowie die IT nähergebracht. Als ein besonderes Highlight gestaltete sich ein Workshop einer eigens hierfür angereisten Mitarbeiterin aus London, die nicht nur über das internationale Profil von Norton Rose referierte, sondern darüber hinaus Fortbildungsmaßnahmen im Soft-Skill-Bereich vorstellte. Im anschließenden Selbsttest wurden wir auf unsere Stärken und Schwächen im Bereich des Time-Managements hingewiesen.

Nach den Mittagspausen, die wir des öfteren in großer Runde verbrachten, erwartete uns die Arbeit in den Teams. Dort wurde uns ein Anwalt als Betreuer zur Seite gestellt, der uns in seine Arbeit einbezog, indem er uns verschiedene Aufgaben zuwies. Dazu gehörte nicht nur Aktenarbeit und Recherche, sondern auch das Verfassen von Schriftsätzen oder Gutachten, Übersetzungen und die Teilnahme an Mandantengesprächen. Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit, Anwälte zu Gerichtsterminen zu begleiten. So hatten wir ausreichend Gelegenheit, den typischen Tagesablauf eines Anwalts einer Wirtschaftskanzlei hautnah mitzuerleben.

Mit dem Feierabend in der Kanzlei war unser Tag jedoch noch nicht beendet. Da wir uns gut verstanden, erkundeten wir abends und am Wochenende die Stadt Köln.

Krönender Abschluss des Praktikums bildete die Teilnahme am traditionellen Reibekuchenessen, das Jahr für Jahr von den neu angestellten Anwälten vorbereitet wird – dieses Jahr unter tatkräftiger Unterstützung beim Kartoffelschälen von uns Praktikanten.

Abschließend möchten wir uns ganz herzlich bei den Organisatoren, Betreuern und Anwälten für das gelungene Praktikum bedanken. Wegen der herzlichen Aufnahme und der angenehmen Arbeitsatmosphäre wurden sämtliche Klischees einer Großkanzlei ausgeräumt. Jeder von uns kann sich nun vorstellen auch sein Referendariat hier zu absolvieren.

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