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"Auslandskorrespondent der ARD" (Dr. Claus Kleber)
Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung durch Dr. Claus Kleber
Quelle: http://www.ard.de/korrespondentenwelt/berichtsgebiete/washington/team.html



Auslandskorrespondent der ARD

Der Leiter des Washingtoner ARD-Teams ist Amerika- Berichterstatter aus Leidenschaft – und das schon eine ganze Weile. Als er 16 Jahre alt war, antwortete Claus Kleber in einem Fragebogen auf »Traumberuf?« – »Fernsehkorrespondent in den USA!«

Vorher allerdings sollte und wollte er »etwas Anständiges« studieren. Damals, 1974, gab es in Deutschland noch kaum Möglichkeiten, Journalismus an der Universität zu lernen.

Er entschied sich für Jura. »Keine schlechte Vorbereitung«, sagt er heute. »Man lernt, dass man fast alle Dinge von mindestens zwei Seiten sehen kann. In jedem Urteil bekommt einer der beiden Anwälte zu hören, dass er Unrecht hatte. Gute Vorbeugung gegen eine gefährliche Berufskrankheit: Besserwisserei.«

Kleber zog das Studium (in Tübingen, Genf/Lausanne und Washington) bis zum Ende durch – Staatsexamen, Promotion, Anwaltszulassung. Nebenbei blieb er seinem Ziel treu – als freier Radio-Moderator und Reporter im Südwestfunk (SWF III). 1985 kam die erste »richtige Anstellung« in seinem Traumberuf – als Leiter des Südwestfunkstudios in Konstanz. Ein Jahr später schickten ihn der Deutschlandfunk und der SWF als jüngsten ARD-Korrespondenten in die USA.

In den Umbruchsjahren 1989 und 1990 ging es noch einmal in die Heimat – er wurde Hörfunk- Chefredakteur des RIAS Berlin. Eine spannende Zeit, aber er wollte sich nicht auf die Dauer von den USA trennen. Seit neun Jahren ist Claus Kleber wieder an seinem Traumziel – zunächst als Radio-Korrespondent, seit 1992 fuer das Fernsehen. 1997 wurde er Chef des Washingtoner ARD-Teams.

»Besonders für einen Auslandskorrespondenten ist die ARD ein fabelhaftes Forum«, findet er. »Das Spektrum der Berichterstattung ist so breit wie sonst nirgendwo. Wir berichten über die große Politik – und da spielen die USA bei Ereignissen rund um den Erdball eine Rolle – genauso gründlich wie über das Schicksal von gewöhnlichen Amerikanern im ganzen Land. Die wundern sich oft, dass »German TV« sich für ihre Geschichte interessiert, aber das tun wir wirklich. Aufsager vor dem Weißen Haus kann jeder machen – das geht schnell und billig. Wer die Vereinigten Staaten von Amerika und seine Rolle in der Welt verstehen will, muss rausgehen aus Washington. Das lohnt sich nur, wenn man auch die Sendeplätze dafür hat – und die haben wir. Von »Weltreisen« über »Weltspiegel«, »Tagesthemen« und »Mittagsmagazin« bis »ARD-exclusiv«. Besser kann es sich ein Korrespondent nicht wünschen.«
Bochum
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