|
|
Artikel 183
|
|
Ralf Hansen
Einführung in Praxis und Theorie der Kostenrechnung
Haberstock, Lothar
Kostenrechnung I
Einführung
mit Fragen, Aufgaben, einer Fallstudie und Lösungen
10. unveränderte Auflage, 1998, 382 Seiten, DM 34,-
bearbeitet von
Volker Breithecker
Erich Schmidt Verlag
Berlin Bielefeld München
Haberstock, Lothar
Kostenrechnung II
(Grenz-) Plankostenrechnung
8. unveränderte Auflage, 1999, 549 Seiten, DM 39,80,-
Erich Schmidt Verlag
Berlin Bielefeld München
http://www.erich-schmidt-verlag.de
Das Standardwerk des verstorbenen Kostenrechnungsexperten Lothar Haberstock vermittelt Studenten der Wirtschaftswissenschaften, Betriebspratikern und allen, die sich aus
beruflicher oder sonstiger Veranlassung mit Kostenrechnung beschäftigen müssen, eine solide Grundlegung dieser Materie, die in den Zusammenhang des betrieblichen
Rechnungswesens gehört. Aus diesem Zusammenhang heraus wird zunächst im ersten Band die betriebliche Relevanz der Kostenrechung dargestellt. Das betriebliche Rechnungswesen
ist das entscheidende Informationssystem des Unternehmens und primärer Ansatz eines umfassend ansetzenden Controllings. Entsprechend werden zunächst die einzelnen
Informationsströme analysiert und unter Ausschöpfung der Fachliteratur dargestellt. Es folgt eine theoretische Grundlegung der Kostenrechnung, die am Kostenbegriff
Schmalenbachs ansetzt und damit am Verzehr von Produktionsfaktoren und Dienstleitungen, die zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistungen sowie zur
Kapazitätssaufrechterhaltung erforderlich sind. Insbesondere die Kostenartenrechnung, die in Gemeinkosten und Einzelkosten differenziert, erfährt eine eingehende Darstellung.
Die Kosten sind im einzelnen nach Kostenarten zu erfassen. Der Aufwand ist dabei in der Finanzplanungsrechnung von kalkulatorischen Kosten zu trennen. Die Kostenarten sind in
Kostenstellenrechnung einzustellen. Nachdem die Kostenarten nach Faktorarten erfaßt und auf die Kostenstellen aufgeteilt worden sind, gilt es in einer letzten Stufe, die
Kosten auf die diversen Kostenträger zu verteilen. Kostenträgern werden die betrieblichen Kosten zugerechnet. Hierfür stehen Kostenrechungssysteme zur Verfügung, die eingehend
dargestellt werden. Die Darstellung ist sehr verständlich formuliert und schöpft die Problematik in ihrer gesamten Bandbreite aus. Zur Lernkontrolle folgen Übungsaufgaben, die
am Schluß des Bandes gelöst werden. Die komplizierte Materie wird - eine Besonderheit des Buches - an einer kompletten Fallstudie “on the case” vorgeführt.
Band II des Lehrbuches enthält eine eingehende Darstellung der Grenzkostenberechnung, deren Verständnis für die Mikroökonomik zentral ist und Voraussetzung eines umfassenden
Kostencontrollings ist. Plankosten sind kalkulatorisch veranschlagte Kosten, bei denen die Preise und Mengen der für die beabsichtige Ausbringung benötigten
Produktionsfaktoren geplante Größen sind. Sie werden in Sollkosten, Standardkosten und Budgetkosten differenziert. Für die Berechnung stehen mehrere Systeme zur Verfügung.
Maßgeblich sind die Systeme der starren und flexiblen Plankostenrechnung, die auf der Kostenstellenrechnung beruht, die Gegenstand des ersten Bandes des Lehrbuches ist. Die
Planung der Kosten wird in einer weit ausgreifenden Darstellung in allen Facetten vermittelt. Es folgt die Darstellung der Kostenkontrolle, die auf einem Soll-Ist-Vergleich
beruht und Grundlage strategischer unternehmerischer Entscheidungen ist. Sie setzt an den einzelnen Kostenarten an und differenziert zwischen Einzel- und
Gemeinkostenkontrolle. Am Ende der Kontrollphase steht die Abweichungsauswertung, die sich in einem Kostenbericht niederschlägt. Es folgen, wie beim ersten Band, zahlreiche
Übungsfragen, die anschließend ausführlich gelöst werden. Abgerundet wird der Band durch ein umfassendes Verzeichnis der eingearbeiteten, einschlägigen Literatur. Fazit: Ein
Kompaktkurs, der es ermöglicht, sich die Grundlagen der Kostenrechnung umfassend zu erarbeiten und der seit Jahren zu den Standardwerke zählt.
|
|
|