Jurawelt

Artikel 7130
Christoph Hartmann

Strafrecht AT zum kleinen Preis

Eine Rezension zu:

Philipp Lutz / Jan Niederle

Einführung in das Strafrecht AT

Mit Beispielen und Schemata für den leichten Einstieg

Jan Niederle Media, 1. Auflage, Münster 2002, 78 Seiten, 6,60 €
ISBN 3-936733-02-3


Das Buch "Einführung in das Strafrecht AT" von Jan Niederle ist eine Einführung in das Strafrecht, die überblicksartig die wichtigsten Themenkomplexe des Allgemeinen Teils zusammenfasst und – wie der Titel schon verlauten lässt – durch Beispiele und Schemata anschaulich vermittelt.
Dabei wird zunächst das vorsätzliche Begehungsdelikt besonders eingehend behandelt, da dieses ja die grundsätzliche Ausgangskonstellation dargestellt, von der zunächst alle Strafnormen des StGB ausgehen, bevor sie durch andere Konstellationen des Allgemeinen Teils variiert werden. Sodann geht dieses Buch näher auf Rechtswidrigkeit und Schuld ein, um sich im Folgenden solch kniffligen Thematiken wie z.B. dem Fahrlässigkeits- und Unterlassungsdelikt sowie der Erfolgsqualifikation zu widmen.
Schließlich werden noch alle wesentlichen Irrtümer, Versuch und Rücktritt, Täterschaft und Teilnahme sowie die Konkurrenzen als krönender Abschluss behandelt. Sehr positiv ist dabei, dass zu jedem einzelnen Kapitel diverse Fundstellen aufgelistet sind, anhand derer man ohne weiteres zu vertiefender Literatur kommt, insbesondere zu den einschlägigen Gerichtsentscheidungen, wie z.B. dem Rose-Rosahl-Fall.

Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Buch natürlich nicht zum Schreiben und Bestehen einer Hausarbeit genügt, da es nicht sonderlich in die Tiefe geht, jedoch dürfte derjenige, der mit der Intention an dieses Buches herangeht, lediglich das Wichtigste aus dem Strafrecht kurz und prägnant vermittelt zu bekommen, den Kauf nicht bereuen.
Als einziger Kritikpunkt wäre jedoch noch der folgende vorzubringen: Die farbliche Gestaltung der Außenseite dieses Buches ist ein wahrer Graus, da hier ein gemeines Rot mit einem fiesen Grün kombiniert wurde, was letztlich eine Kombination ergibt, die geradezu in den Augen schmerzt und für Leute mit Rot-Grün-Schwäche ein Desaster sein dürfte. Diese etwas spaßig vorgebrachte Kritik betrifft jedoch lediglich die Außenseite des Buches und tut der Qualität, die "drinsteckt", keinen Abbruch.





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