Astrid Schalk
29.01.2004
Das Gedächtnis auffrischen?
Eine Rezension zu:
Roland Geisselhart / Christiane Burkart
Memory
Gedächtnistraining und Konzentrationstechniken
1. Auflage
STS-Verlag, Haufe Verlagsgruppe, Planegg 2002, 128 Seiten, 6,60 €
ISBN 3-86027-240-3
http://www.haufe.de
Die Autoren stellen in ihrem Buch verschiedene Techniken oder auch Übungsweisen dar, mit denen man die Gedächtnisleistung verbessern können soll. Gleichzeitig soll durch
diese und andere Übungen die Konzentration gesteigert werden. Im letzten Abschnitt geht es um die Schaffung der optimalen Voraussetzungen für eine gute Konzentration.
Für dieses Buch sollte man sich trotz der nicht ganz so hohen Seitenzahl und des kleinen Formates viel Zeit nehmen. Durch einfaches Durchlesen des Buches verbessert man
seine Gedächtnisleistung nicht. Um Erfolg zu sehen, muss man sich wohl schon die Zeit nehmen alle Übungen mindestens einmal durchzuführen. Die Methoden ähneln denen, die man
aus den IQ Shows im Fernsehen kennt.
Mir persönlich wollte nicht einleuchten, wieso ich erst für die Zahlen 1 bis 20 Symbole, wie z.B. die Kerze für die 1, lernen soll, um dann die Produkte meines
Einkaufszettels mit diesen Symbolen in einer lebhaften Geschichte zu verbinden. Das Gleiche wird auch für Erledigungslisten vorgestellt. Dem ist zugute zuhalten, dass man
sich wahrscheinlich, die Fischstäbchen, die um eine sehr große und sehr heiße Kerze tanzen, um sich den Bauch zu bräunen, besser merken kann, als einfach nur den Posten
Fischstäbchen auf dem Einkaufszettel.
Die Zahlensymbole sollen unter anderem helfen die Kontrolle darüber zu behalten, ob man sich auch die komplette Liste gemerkt hat. Dies gilt dann auch für Erledigungslisten
oder andere Dinge, die man sich mit dieser Methode merken will. Ich weiß zwar seit der Lektüre des Buches die Symbole für die Zahlen von 1 bis 11 auswendig, aber im
Supermarkt laufe ich immer noch mit meinem handgeschriebenen Einkaufszettel umher.
In einem weiteren Abschnitt wird erläutert, wie man sich Bankleitzahlen, Kontonummern, Telefonnummern und andere lange Zahlen merken kann. Entweder nutzt man hierzu auch die
oben beschriebenen Zahlensymbole, oder man lernt für die Zahlen 0 bis 9 ein im Buch beschriebenes Zahlenalphabet. Die übrigen Buchstaben werden als Füllbuchstaben genommen.
Mit den Füllbuchstaben und dem gelernten Zahlenalphabet werden Wörter gebildet, die man sich dann leichter merken können soll. An dieser Stelle des Buches hat sich mein
Ergeiz endgültig eingestellt. Aber Ausprobieren lohnt sich bestimmt. Aufgeben kann man immer noch.
Es werden auch noch einige weitere Methoden, zum Beispiel wie man sich Namen und Gesichter merken kann, und leichte Abweichungen von den oben dargestellten Techniken
beschrieben. Die Voraussetzung für eine Gedächtnissteigerung und eine bessere Konzentration werden anschaulich beschrieben. Jedoch bleiben sie aufgrund der Kürze des Buches
teilweise oberflächlich.
Das Layout des Buches ist übersichtlich gestaltet. Vielleicht wirken die dargestellten Gesichter bei der ersten Betrachtung etwas eigen, fast merkwürdig. Jedoch scheint es
um sich diese zu merken, und die beschriebene Übung durchführen zu können, die passende Auswahl zu sein.
Der Preis des Buches lädt dazu ein, es einfach mal auszuprobieren. Und vielleicht kann der ein oder andere nach der Lektüre tatsächlich auf den Einkaufszettel verzichten und
muss sein Telefonbuch nicht mehr aufschlagen.
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