Stefanie Samland
Tierisch guter Krimi
Eine Rezension zu:
Akif Pirinçci
Das Duell
Eichborn, Frankfurt/Main 2002, 271 Seiten, 19,90 €
ISBN 3-8218-0865-9
http://www.eichborn.de
Sich abends ruhig mit einem Buch in seinen Sessel zu verziehen, das wünscht sich auch so mancher Jurist manchmal. Ein Krimi ist im Juristen-Leben vielleicht mit erste Wahl.
Akif Pirinçci bietet mit seinen "Felidae"-Krimis ungewöhnliche Abwechslung, denn von einer Katze als Detektiv liest man nicht alle Tage. Und "Das Duell" macht aus einem
ruhigen Leseabend eine spannende Reise in die Wahrnehmungswelt der Katzen, aber auch der Tierversuche.
Kater Francis ist einigen Lesern vielleicht schon aus "Felidae", dem ersten Roman dieser Reihe, bekannt. Inzwischen betagter, wird sein Spürsinn dennoch geweckt, als er
einen Artgenossen scheinbar erhängt vorfindet. Dessen Todesursache will er nachgehen und wird von der jüngeren Generation desöfteren auf die falsche Fährte gelockt.
Schließlich deckt er jedoch gemeinsam mit dem anfangs so arrogant wirkenden jungen Adrian einen Skandal um die Sucht nach der Beeinflussung der Natur durch den Menschen
auf.
Obgleich "Felidae" einst noch ein bißchen spannender war - oder lag es nur daran, daß jener Krimi der erste Akif Pirinçcis war, den die Rezensentin "verschlungen" hat? -,
läßt sich auch "Das Duell" einmal aufgeschlagen schwer wieder aus der Hand legen. Besonders schön ist die optische Aufmachung. Das vorliegende Buch hat einen eleganten
Schutzumschlag, und nimmt man diesen ab, sind Katzenpfoten auf dem Festeinband eingestanzt. Ideal auch als Geschenk! Einziger Wermutstropfen ist der doch recht hohe Preis
von 19,90 € für einen Schmöker.
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