Jurawelt

"Guter Rat bei Arbeitslosigkeit" von Thomas Bubeck
Patrice Göbel, Ass. iur.
22.06.2010

Ratgeber für den ersten Überblick

Eine Rezension zu:

Thomas Bubeck

Guter Rat bei Arbeitslosigkeit

11. Auflage

C.H. Beck / dtv, München 2009, 216 Seiten, 10,90 €
ISBN 978-3-423-05237-5

http://www.dtv.de


Der Verfasser des Werkes ist seit 1984 Richter am Sozialgericht in Freiburg und verfügt damit über fundierte Kenntnisse, die er in sein Werk einfließen lässt. Der Mitautor und Fachanwalt für Arbeits- und Sozialrecht lässt dabei auch anwaltliche Sichtweisen einfließen, was man beispielsweise an den Musterschriftsätzen im Kapitel „Rechtsschutz“ deutlich bemerkt.

Das Werk richtet sich, wie die Bezeichnung als Ratgeber bereits ankündigt, im Schwerpunkt an juristische Laien. Hierfür ist es sehr gut geeignet, die Problemstellungen bei Arbeitslosigkeit anhand zahlreicher Beispiele und Musterberechnungen aufzuzeigen. Da auch die entsprechenden Rechtsgrundlagen bezeichnet werden, kann das Werk auch für junge Juristen als Einstieg hilfreich sein. Tiefere Rechtskenntnisse vermittelt das Werk allerdings nicht.

Im ersten Kapitel geht der Verfasser ausführlich auf das Arbeitslosengeld ein. Neben den Voraussetzungen für den Erhalt von Arbeitslosengeld werden auch die Pflichten der Empfänger dargestellt. Unter anderem wird tiefgehend darauf eingegangen, was unter zumutbarer Arbeit zu verstehen ist und welche Arbeiten oder sonstige, auch ehrenamtliche, Tätigkeiten oder Weiterbildungen während der Arbeitslosigkeit ausgeübt werden dürfen. Danach stellt der Verfasser darf, wie und wie lange Arbeitslosengeld bezogen werden kann und wie sich die Sätze errechnen. Auch hier werden Berechnungsbeispiele aufgezeigt, die gerade dem Laien die Materie näher bringen. Auch Erlöschensgründen ist ein eigener Abschnitt gewidmet.

Im nächsten Kapitel werden nicht ganz so tiefgehend, aber gleichwohl ausführlich die Probleme in Zusammenhang mit dem Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) dargestellt. Am Rande werden auch die Grundsicherung, Sozialgeld und schließlich Sanktionsmöglichkeiten bei unzureichenden Erwerbsbemühungen erörtert. Das dritte Kapitel ist in der gebotenen Kürze zunächst den Sozialversicherungen gewidmet, bevor es mit Elterngeld, Kurzarbeitergeld und Problemfällen in Zusammenhang mit Insolvenzen weitergeht.

Im vierten Kapitel werden ausführlich die Rechtsschutzmöglichkeiten dargestellt. Dabei werden auch Musterschriftsätze im Widerspruchs- und Klageverfahren oder im vorläufigen Rechtsschutz aufgezeigt. Auch die Kosten und Prozesskostenhilfe werden näher gebracht, was für die Betroffenen sicher von Bedeutung ist. Das letzte Kapitel widmet sich der Sozialhilfe, wobei auch hier die Rechtsschutzmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Gesamteindruck:
Insgesamt ist das Werk sehr gut geeignet, sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
International Legal Studies an der Universität Wien
"Haftung der Banken bei fehlerhafter Anlageberatung unter besonderer Berücksichtigung von Wertpapieranlagen" von Jessica Demmer
Barcelona, Madrid und Valencia, Cuatrecasas, Gonçalves Pereira
"Anwaltswissen zum Berufsstart" - Broschüre zum Runterladen





Copyright © 2000-2012 Jurawelt & authors