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Artikel 767
Die Grundlagen für die Arbeit im IPR

Jayme/Hausmann (Hrsg.)

Internationales Privat- und Verfahrensrecht


ISBN 3-406-46722-9

http://www.beck.de


Das Textbuch von Jayme/Hausmann ist die maßgebliche Gesetzessammlung für die Arbeit im deutschen Internationalen Privatrecht, insoweit eine ideale Ergänzung zu Kegel/Schurig, Internationales Privatrecht, 8. Aufl., München: C.H.Beck, 2000. Zugeschnitten auf den akademischen Unterricht im IPR ist es aber auch für den Praktiker ungemein nützlich. Bereits der erste Blick in das Inhaltsverzeichnis offenbart die Bedeutung des Europa- und Völkerrechts für das heutige IPR. Aufgrund der Maßgeblichkeit insbesondere des "Schengenbestandes" für das IPR ist nunmehr auch erstmals der Text des EGV teilweise aufgenommen worden. Eine ausgezeichnete Einleitung begründet die Textauswahl, die überaus gelungen ist. Seit Erscheinen der Vorauflage hat sich die Textgrundlage erheblich verändert. Einzugehen war insbesondere auf das geänderte Staatsangehörigkeitsrecht für die Bundesrepublik Deutschland, mit dem sich der deutsche Gesetzgeber gegen die internationale Tendenz gestellt hat, zunehmend auf den Aufenthaltsort, nicht aber auf das Staatsangehörigskeitsprinzip abzustellen, auch wenn dieses Prinzip inzwischen vielfach durchbrochen ist. Interessant sind insbesondere die zahlreichen, hier aufgenommenen Staatsverträge, die weitgehend von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert worden sind. Indessen beschränkt sich die Auswahl - nicht zuletzt aus Kostengründen - strikt auf das Kollisionsrecht, so daß Staatsverträge auf dem Gebiet des materiellen Einheitsrechtes nicht berücksichtigt werden konnten, mit Ausnahme des CISG. Bei den meisten Staatsverträgen sind die seitens der Bundesrepublik Deutschland erklärten Vorbehalte in den Anmerkungen berücksichtigt. Der Anmerkungsapparat weist auf die vorzügliche Betreuung der Texte hin. Erfaßt werden indessen nicht nur Fragen des jeweiligen Kollisionsrechts der Sachstatute, sondern auch die Kernmaterien des internationalen Zivilprozeßrechts, auch des Anerkennungs-und Zwangsvollstreckungsverfahrens. Interessant sind die wiedergegebenen internationalen Verträge zur Schiedsgerichtsbarkeit und zur Beglaubigung und Legalisation von Urkunden, deren praktische Relevanz nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Erfaßt wird auch das internationale Insolvenzrecht. Ein ausgezeichnetes Register rundet diese interessante Textausgabe ab, die in ihrem Bereich nahezu konkurrenzlos ist.
"Der Aktenvortrag im Strafrecht" von Michael Schmitz, "Der Aktenvortrag im Zivilrecht" von Claudia Theesfeld und "Der Aktenvortrag im Öffentlichen Recht" von Holger Janssen
"Strafrechtliche Bewertung vom Phishing und Pharming Angriffen" von David Schneider
Barcelona, Kanzlei VOELKER
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