Jurawelt

"English Law and Terminology" von Vanessa Sims
Stefanie Kleinmanns
07.06.2010

Common law und equity

Eine Rezension zu:

Vanessa Sims

English Law and Terminology


3. Auflage

Nomos, Baden-Baden 2010, 154 Seiten, 24,- €
ISBN 978-3-8329-4951-8

http://www.nomos.de


Das englische Rechtssystem unterscheidet sich vom kontinentaleuropäischen erheblich. Im Umgang mit internationalen Rechtsfällen in englischer Sprache ist es deshalt nicht nur geboten, die Fachsprache zu erlernen, sondern auch sich mit dem Rechtssystem des common law vertraut zu machen. Die Universitäten bieten häufig entsprechende Fachfremdsprachenkurse an. Wer diese nicht besucht hat oder sich lieber als Autodidakt fortbildet, für den ist das vorliegende Buch ein idealer Einstieg in das Gebiet der englischen Rechtssprache.

Die Verfasserin hat in der 3. Auflage insbesondere die Einrichtung des neuen Supreme Courts sowie Änderungen im Recht der Europäischen Union einzuarbeiten gehabt. So liegt nunmehr eine sehr aktuelle Einführung in das englische Recht und die Rechtssprache vor, die sowohl Informations- als auch Lehrcharakter hat.

In insgesamt 15 Kapiteln wird der Leser an das englische Recht herangeführt, angefangen von den Grundsätzen des common law über dessen Quellen und das englische Gerichtssystem hin zu den einzelnen Rechtsgebieten. Die materiell-rechtlichen Kapitel beschäftigen sich u.a. mit dem Vertrags- und Deliktsrecht, dem Wirtschafts- und Gesellschaftsrecht sowie abschließend dem Recht der Europäischen Union.

Jedes Kapitel erläutert zunächst das jeweilige Thema in übersichtlicher und gut verständlicher Form. Vorkenntnisse beim Leser sind nicht erforderlich. Der Verfasserin gelingt es, die dem deutschen Leser unbekannten Begriffe des common law näher zu bringen. Wer mit equity und consideration, distiguishing und obiter dicta bisher noch nichts anfangen konnte, wird diese Begriffe nach der Lektüre selbst erklären können. Den Erläuterungen schließen sich jeweils glossarähnlich die einschlägigen Rechtsbegriffe an. Unter dem Stichwort "Terminology" werden die wichtigsten Rechtsbegriffe kurz und prägnant auf englisch umschrieben. Schließlich enthält jedes Kapitel einen Abschnitt "Review and Discussion", welches sich nicht nur auf Wiederholungs- und Verständnisfragen beschränkt, sondern oft noch weiterführende Ausführungen enthält.

Gesamteindruck:
Für die im heute international geprägten Berufsfeld unerlässliche Einarbeitung in die englische Rechtssprache bietet das vorliegende Buch einen hervorragenden Einstieg. Die ausschließlich in englischer Sprache verfasste Einführung in die englische Rechtsordnung bringt einen erheblich höheren Lerneffekt mit sich als ein entsprechendes Lehrbuch in deutscher Sprache.
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