Jurawelt

"Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen"
RA Dr. Stephan Schenk
19.10.2007

Eine Zeitschrift für das gesamte Gesundheitswesen

Eine Rezension zu:

Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen

Erscheinungsweise: sechsmal jährlich
Preis: jährlich 69,- € (inkl. MwSt.)
Einzelheft: 18,90 € zzgl. Versandkosten

C.H. Beck

http://www.beck.de
http://www.rechtsdepesche.de



Die Zeitschrift „Rechtsdepesche für das Gesundheitswesen“ versteht sich selbst in erster Linie als juristische Fachzeitschrift. Sie soll aber darüber hinaus als interdisziplinäres  Kompendium sämtliche Berufe aus dem Bereich des Gesundheitswesens ansprechen.

Die Zeitschrift zeichnet sich durch ihre komprimierten sowie leicht verständlich aufgebauten Texte aus, welche auf komplizierte Verschachtelungen von Sätzen ebenso verzichtet wie auf Fußnoten. Vielmehr wird dem Leser durch das gesamte Layout der Eindruck vermittelt, die Materie leicht durchdringen zu können. Gerade hieran ist zu erkennen, dass sich die Zeitschrift nicht ausschließlich an Juristen richtet.

In einem ersten Teil wird der Leser unter der Rubrik „Spektrum“ über aktuelle Neuigkeiten aus dem gesamten Bereich des Gesundheitswesens informiert, wobei die Darstellung in knappen Texten und unter Einbindung von Fotos erfolgt, was den Text weiter auflockert. Hieran schließt sich das sog. Schwerpunktthema der jeweiligen Ausgabe an. Dieses wird in Form eines Aufsatzes dargestellt, welcher durch Abbildungen ergänzt wird. Kernaussagen werden in einem grafisch hervorgehobenen Kästchen dargestellt und fallen dem Leser sofort ins Auge. Am Ende des Aufsatzes werden die Erkenntnisse nochmals zusammengefasst und ein Fazit gezogen.

Weiter findet sich in jeder Ausgabe ein „Rechtsprechungsticker“. Dieser bereitet aktuelle Urteile aus dem Bereich des Gesundheitswesens in ansprechender und gut verständlicher Art und Weise auf. Zunächst wird der Leitsatz der Entscheidung farblich abgesetzt dargestellt. Hieran anschließend werden zunächst der zugrunde liegende Sacherverhalt und letztendlich die Entscheidungsgründe dargestellt. Die Autoren verzichten so weit es geht auf juristisches Vokabular und überflüssige Paragraphen, so dass die Texte ebenso für Nichtjuristen gut nachvollziehbar und verständlich sind.

Weiter zu erwähnen ist der Teil „Leser Forum“. Hier werden in abstrakter Form Fragen von Lesern beantwortet, welche in den verschiedensten Berufen des Gesundheitswesens auftauchen. Dieser Teil ist auch deshalb besonders hervorzuheben, weil hier ein aktueller Praxisbezug garantiert wird und zu erkennen gibt, welche aktuellen Fragen und Probleme derzeit in der Praxis akut sind und diskutiert werden, und zwar auch außerhalb der Rechtsprechung.

Ein weiterer Teil stellt aktuelle Gesetzesänderungen und -entwürfe aus dem Bereich des Gesundheitswesen dar, so dass der Leser aktuell über Gesetzesänderungen informiert wird. Schließlich werden noch aktuell interessante Internetseiten, Bücher sowie Kongresse aus dem Bereich des Gesundheitswesen dargestellt, welche die Zeitschrift abrunden und den Leser schnell über weitere Informationsquellen informieren.

Am Ende werden noch in Form von Karteikarten wichtige Gerichtsentscheidungen zu verschiedenen Problembereichen dargestellt, so dass der Leser sich selber für die für ihn wichtigen Probleme Karteikarten anlegen kann, welche einen schnellen Zugriff ermöglichen.

Gesamteindruck:
Die Zeitschrift richtet sich zwar vorwiegend an Juristen, ist aber ebenso gut für Ärzte, pflegerisches Fachpersonal usw. geeignet. Sie ist übersichtlich aufgebaut und gut strukturiert. Die Zeitschrift zeichnet sich durch Überschaubarkeit und interdisziplinäre Themenbearbeitung im Bereich des Gesundheitswesens aus. Sie wird sicherlich ihren Abnehmerkreis finden, gerade auch deswegen, weil sie fachübergreifend das gesamte Gesundheitswesen kompakt darstellt und nicht etwa auf den Bereich der Arzthaftung beschränkt ist.
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