Jurawelt

"Öffentliches Recht im Assessorexamen" von Roland Kintz
Stefanie Kleinmanns
06.01.2008

Umfassender geht es nicht

Eine Rezension zu:

Roland Kintz

Öffentliches Recht im Assessorexamen

Klausurtypen, wiederkehrende Probleme und Formulierungshilfen

5. Auflage

C.H. Beck, München 2007, 379 Seiten, 21,80 €
ISBN 978-3-406-55978-5

http:/www.beck.de


Das für das Zweite Staatsexamen notwendige materielle und prozessuale Wissen bringt der Referendar schon aus dem Studium mit. Neu dagegen ist die Umsetzung des Wissens in der Fallbearbeitung: Nunmehr werden keine Gutachten mehr gefordert, sondern Entscheidungen eines Gerichts, einer Behörde oder auch ein Anwaltsschriftsatz. Diesen methodischen Anforderungen widmet sich das Werk von Kintz aus der JuS-Schriftenreihe Referendariat und reiht sich damit neben dem Wolters/Gubitz als Referendar-Lehrbuch ein. Beide Werke sind vom Umfang her überschaubar und bieten sich daher als Einstiegslektüre in die jeweiligen Stationen an.

Wer das Buch gewissenhaft von vorn bis hinten durcharbeitet, hat jedoch nicht nur die gängigen Klausuraufgaben kennengelernt, sondern alles an Entscheidungen und Anwaltssituationen, was die Praxis im Verwaltungsrecht zu bieten hat. Kintz beginnt mit dem verwaltungsgerichtlichen Urteil, streift den Gerichtsbescheid, geht dann recht ausführlich zum Beschluss im vorläufigen Rechtsschutzverfahren über, behandelt anschließend auch das Normenkontrollverfahren des OVG sowie die Berufung. In nächsten Teil des Buches werden die Entscheidungen der Verwaltungsbehörden behandelt, insbesondere der klausurrelevante Widerspruchsbescheid, aber auch der Ausgangsbescheid. Schließlich widmet sich der Autor der Anwaltsklausur im Öffentlichen Recht und dem öffentlich-rechtlichen Aktenvortrag.

Das Buch überzeugt in allen Punkten. An Vorteilen seien vor allem zwei Aspekte genannt: die zahlreichen Beispiele und Formulierungsvorschläge einerseits und die vielen Hinweise zu landestypischen Besonderheiten andererseits. Im Bereich des Urteils erläutert Kintz in allen Einzelheiten, wie der Tenor in den verschiedensten denkbaren Konstellationen auszusehen hat und wie im Verwaltungsrecht die Kostenentscheidung und die vorläufige Vollstreckbarkeit zu formulieren sind. Bei den Beteiligten im Rubrum wird ausgeführt, wie die Behörden in den einzelnen Bundesländern zu benennen sind.

Der Abschnitt zur Anwaltsklausur enthält ebenfalls alles, was das Referendar-Herz begehrt. Sämtliche Klausursituationen werden angesprochen, erläutert und mit ausführlichen Musterformulierungen versehen. Genannt seien z.B. ein Mandantenschreiben, eine Klageschrift oder eine Rechtsmittelbegründungsschrift.

Gesamteindruck:
Das Buch von Kintz sollte zur Standardausrüstung eines jeden Referendars gehören – zunächst als Einstiegslektüre zu Beginn der Verwaltungsstation und anschließend als nützlicher Ratgeber für alle anstehenden Aufgaben in der Station und Übungsklausur.
BGH: Zur Erstattung des gesamten Pauschalreisepreises bei verspätetem Anschlussflug zum Zielort
"Strafrechtliche Bewertung vom Phishing und Pharming Angriffen" von David Schneider
Prag, Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer
Nachrichten zum Internetrecht





Copyright © 2000-2008 Jurawelt