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Artikel 9307
RA Pascal Croset
Der Autor ist Rechtsanwalt in Berlin und Repetitor bei AREP – Repetitorium für Arbeitsrecht
18.06.2004

Kündigungsschutz nach der Reform

Eine Rezension zu:

Irmgard Küfner-Schmitt / Jochem Schmitt

Kündigungsschutz – Das neue Recht nach der Arbeitsmarktreform


1. Auflage

Haufe, Freiburg 2004, 176 Seiten, 34,80 €
ISBN 3-448-05896-3

http://www.haufe.de


Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt vom 24.12.2003 – von vielen Arbeitsrechtlern spöttisch als das "Weihnachtsgeschenk" der Regierung bezeichnet – brachte weitreichende Veränderungen für die arbeitsrechtliche Praxis mit sich. Die gewichtigsten Änderungen bezogen sich dabei auf das Kündigungsschutzgesetz (KSchG). Das vom Berliner Professoren-Paar Küfner-Schmitt/Schmitt, bekannt durch eine Vielzahl arbeitsrechtlicher Veröffentlichungen, verfasste Werk soll dem arbeitsrechtlich befassten Praktiker eine Hilfe zur schnellen Bewältigung der täglichen Fragen der Kündigung nach der neuen Rechtslage sein.

Das Werk ist in 5 Teile gegliedert. Der Erste Teil stellt zunächst die verschiedenen Änderungen des KSchG, insbesondere die Neuregelungen bei betriebsbedingten Kündigungen, den geänderten Kündigungsschutz in Kleinbetrieben sowie die Schaffung einheitlicher Klagefristen, nacheinander vor und erläutert diese ausführlich. Hierbei haben die Autoren die Änderungen sinnvoll nach Sachgebieten zusammengefasst. Der Zweite Teil erläutert sodann das gesamte Kündigungsschutzrecht nach neuer Rechtslage, unter Einschluss der vorgenannten Änderungen. Diese Zweiteilung hat den Vorteil, dass der Leser auf zwei verschiedenen Wegen an die neue Rechtslage herangeführt wird: Der erste Teil bietet Gelegenheit, sich fokussiert mit eingetretenen Änderungen und deren Auswirkungen zu beschäftigen, während der zweite Teil diese Änderungen in das umfassende Bild des Kündigungsschutzes einbettet und somit dem Leser das volle Panorama des geltenden Rechts erschließt. Die Autoren haben besonderen Wert darauf gelegt, dass die Ausführungen auch für Nichtjuristen jederzeit verständlich bleiben. Besondere Anschaulichkeit gewinnt das Werk durch die konsequente Einflechtung kleiner Beispielsfälle und weitgehenden Verzicht auf Wissenschaftlichkeit und literarische Streitstände, sowie durch die intelligente Verwendung von graphischen Elementen, überwiegend Pfeildiagramme und Schaubilder.

Der Dritte Teil des Werkes besteht aus Musterformularen und Checklisten für alle Anlässe rund um die Kündigung. Die Checklisten zur ordentlichen bzw. außerordentlichen Kündigung sind gut geeignet, die Wirksamkeit einer beabsichtigten Kündigung bereits im Vorfeld zu prüfen. Besonders gelungen ist hierbei die Checkliste zur Sozialauswahl im Rahmen des § 1 III KSchG. Im vierten Teil des Werkes wird das KSchG im Volltext wiedergegeben, und sodann im fünften Teil dem alten Gesetzeswortlaut synoptisch gegenübergestellt.

Gesamteindruck:
Mit "Kündigungsschutz – Das neue Recht nach der Arbeitsmarktreform" hat der auf Praktiker spezialisierte Haufe Verlag ein sehr ordentliches Werk vorgelegt, welches Praktikern, gerade auch Nichtjuristen, schnell klare Antworten und Hilfestellungen in kündigungsrechtlichen Fragen geben kann. Es ist daher insbesondere Unternehmern und Mitarbeitern von Personalabteilungen zu empfehlen. Auch Anwälten kann es durchaus gute Dienste leisten, wobei es den vertiefenden Blick in den Kommentar nicht ersetzen kann und will.
"Der Aktenvortrag im Strafrecht" von Michael Schmitz, "Der Aktenvortrag im Zivilrecht" von Claudia Theesfeld und "Der Aktenvortrag im Öffentlichen Recht" von Holger Janssen
"Strafrechtliche Bewertung vom Phishing und Pharming Angriffen" von David Schneider
Barcelona, Kanzlei VOELKER
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