Jurawelt

Band 58: Der Schutz des Verbrauchers vor unlauterer Werbung in Deutschland und Großbritannien
Titelblatt der juristischen Reihe Tenea-Verlag/jurawelt











Der Inhalt:
Die Harmonisierung des Wettbewerbsrechts gehört seit den Anfängen der Europäischen Gemeinschaft zu den Anliegen der Kommission. Trotzdem kann bis heute von einem einheitlichen europäischen Lauterkeitsrecht nicht die Rede sein. Dies ist umso bedauerlicher, wenn man berücksichtigt, dass eine Vielzahl von Unternehmen europaweit tätig ist. Das Fehlen eines einheitlichen Wettbewerbsrechts führt nicht nur zu einem zusätzlichen Aufwand an Zeit und Kosten, es verhindert unter Umständen sogar, dass sich kleine und mittlere Unternehmen grenzüberschreitend engagieren. Als weitere Folge machen Verbraucher wegen fehlenden Vertrauens in die fremde Rechtsordnung nur zögerlich von grenzüberschreitenden Angeboten Gebrauch. Ihnen entgehen dadurch erhebliche Vorteile. Der Grund für die zögerliche Harmonisierung des Lauterkeitsrechts liegt nicht zuletzt in den unterschiedlichen nationalen Auffassungen der Mitgliedsstaaten darüber, inwieweit und auf welche Art und Weise die Verbraucher vor unlauterer Werbung zu schützen sind. Eine besondere Bedeutung kommt dabei Deutschland und Großbritannien zu, bilden deren Rechtsordnungen doch die Extreme im Spektrum möglicher wettbewerbsrechtlicher Systeme. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu untersuchen, ob und inwieweit in den Rechtsordnungen Deutschlands und Großbritanniens Einigkeit darüber besteht, welche den Verbraucher betreffenden Werbepraktiken lauter bzw. unlauter sind und ob sich insofern allgemein gültige Grundsätze formulieren lassen. Die Untersuchung konzentriert sich dabei auf Werbung, die die wirt-schaftlichen Interessen des Verbrauchers, insbesondere dessen Entscheidungsfreiheit, tangiert. Der Autor stellt insofern die maßgeblichen Tatbestände aus deutscher und britischer Sicht dar, unterzieht sie einer Rechtsvergleichung und erörtert, inwiefern sie zum Schutz der Verbraucherinteressen gerechtfertigt sind. Ferner untersucht er die Frage, wie die Durchsetzung des materiellen Rechts in Deutschland und Großbritannien erfolgt und inwieweit die unterschiedlichen Verfahren und Sanktionen geeignet sind, den Interessen der Verbraucher Geltung zu verschaffen. Abschließend stellt er den Regierungsentwurf zur Reform des UWG und den Vorschlag einer Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken vor.

Der Autor:
Stefan Obermair wurde 1973 in Bobingen/Bayern geboren. Er studierte Rechtswissenschaften in München. Dort absolvierte er 1999 und 2001 auch seine beiden juristischen Staatsprüfungen. Anschließend promovierte er an der Universität Augsburg. Zur Erstellung seiner Dissertation verbrachte er einen mehrmonatigen Forschungsaufenthalt an der Bodleian Library, Oxford.

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Bezugsmöglichkeiten:

"Vergiss deine Brille" und "Gesund am Computer" von Leo Angart
"Strafrechtliche Bewertung vom Phishing und Pharming Angriffen" von David Schneider
Bizerba, Balingen
Nachrichten zum Internetrecht





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