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Wenn aber der Verfassungsstaat der postmodernen mikro- und makrophysikalischen Machtanalytik Foucaults zufolge sowohl durch die Normalisierungsvorgänge
der Disziplin als auch durch die Gouvernementalisierung kolonisiert worden ist, so befindet er sich deswegen noch nicht in einer Sackgasse. Im Gegenteil: Der
Verfassungsstaat, so der Verfasser, hat sich unterschiedlicher Methoden bedient, um sich einerseits zum Doppeldisziplinierungsmechanismus und andererseits zur
Rahmenbedingung für das Gemeinwohlmanagement zu entwickeln. Dank seines sich nicht gänzlich vorhersehbaren Doppeldisziplinierungsmechanismus ist der Verfassungsstaat
nun nicht nur in der Lage, die störende Disziplinierung des Staatsbürgers zu überwachen und zu disziplinieren. Im Rahmen dieses Doppeldisziplinierungsmechanismus
bietet er uns darüber hinaus eine günstige und faire institutionelle Mindestbedingung für das Gemeinwohlmanagement an, um die von der Komplexität und Krisen
durchdrungene Lebenswelt mittels einer Vielzahl neuartiger Strategien zu regieren.
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Yu-Lin Chiang, geboren 1968 in Taipeh, Taiwan. 1991 Bachelor of Laws und 1994 Master of Laws an der National Taiwan University. 1999 LL.M. in
Heidelberg. Von 1991 bis 1993 Assistent an der Juristischen Fakultät der National Taiwan University. Von 1994 bis 1996 Assistent an der Juristischen Fakultät des
National Defence Management College (Wehrdienst). Von 1997 bis 2002 Stipendiat des DAAD.
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