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Spätestens mit dem 03.10.2005 und damit dem Beginn der Beitrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei, ist der bereits seit
1959 verfolgte Integrationsprozess der Türkei wieder einer breiteren Öffentlichkeit bewusst geworden. Gerade die seit 2001 vorgenommenen türkischen Rechtsänderungen
in Verfassung und sonstiger Rechtsetzung gaben der EU Anlass dafür, den seit 1999 offiziell anerkannten Beitrittskandidatenstatus der Türkischen Republik nicht nur
zu bekräftigen, sondern mit ihr den Weg zur Vollmitgliedschaft zu vollziehen.
Dem stehen hingegen durchaus kräftige rechtliche, politische und ökonomische Argumente entgegen mit der Folge, dass die Beitrittsfähigkeit der Türkei in der
rechtspolitischen Diskussion nach wie vor sehr umstritten ist. Vor dem Hintergrund der sicherheitspolitischen und ökonomischen Veränderungen in der nahöstlichen
Region werden in dieser Arbeit daher die europäisch-türkischen Beziehungen in diesem Kontext europarechtlich untersucht. Dabei achtet der Autor nicht nur auf eine
rechtliche Bewertung des Integrationsprozesses, sondern auch auf die bilateralen Interessenlagen unter Berücksichtigung der Geopolitik im Sinne der »Osterweiterung«
der EU.
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