Seit über 40 Jahren erstmals wieder ein Deutscher in dieser höchsten Position
Professor Dr. Karl-Heinz Böckstiegel, emeritierter Direktor des Instituts für Luft- und Weltraumrecht der Universität zu Köln, ist zum neuen Präsidenten der International
Law Association (ILA) gewählt worden. Er hat das Amt von seinem Vorgänger, Chief Justice Bharucha (Indien), übernommen.
Damit übernimmt erstmals ein Professor der Universität zu Köln und seit über 40 Jahren erstmals wieder ein Deutscher diese höchste Position des Präsidenten der ältesten und
repräsentativen internationalen Organisation für internationales Recht.
Die ILA ist seit über 130 Jahren die repräsentative internationale wissenschaftliche Organisation, in der die Wissenschaftler und Praktiker des internationalen Rechts aus
aller Welt zusammenarbeiten. Nationale Vereinigungen bilden das Forum in den einzelnen Staaten, so in Deutschland die Deutsche Vereinigung für Internationales Recht, die
einmal jährlich ihre Versammlung im Heidelberger Max Planck Institut hat und deren Vorsitzender Professor Böckstiegel ist.
Die administrative Leitung liegt bei einem Executive Council (Vorsitz: Lord Slynn of Hadley) mit einem Sekretariat in London. Die wissenschaftliche Arbeit wird in über 20
Committees und Study Groups für die wichtigsten Rechtsgebiete oder aktuellen Problemfelder unter Beteiligung führender Wissenschaftler und Praktiker aus allen Teilen der
Welt durchgeführt. Die ILA Konferenz 2000 fand in London, die 2002 in New Delhi statt. Für 2004 ist es erfreulicherweise gelungen, die Konferenz erstmals seit 1960 wieder
nach Deutschland "zu holen". Sie findet in dieser Woche in Berlin unter der Schirmherrschaft der Bundesjustitzministerin statt.Etwa 400 Wissenschaftler und Praktiker des
internationalen Rechts aus aller Welt nehmen teil.
Alle zwei Jahre präsentieren die Committees und Study Groupsauf der Konferenz der ILAden Verlauf und die Ergebnisse ihrer Arbeiten in Reports, die diskutiert werden und oft
zu Resolutionen über die Feststellung oderFortgestaltung des internationalen Rechts führen, welche bei Staaten, den Vereinten Nationen, Gerichtenund in der Literatur viel
Beachtung findenDie Reports, Diskussionen und Resolutionen werden dann jeweils in einem Band von etwa 800 Seiten veröffentlicht, der weltweitVerbreitung findet. Bei der
Berliner Konferenz werden Committees und Study Groups auf folgenden Rechtsgebieten Sitzungen halten:
Accountability of International Organisations Arms Control and Disarmament Law Aspects of Law of State Succession Compensation for Victims of War Cultural Heritage Law
Diplomatic Protection of Persons and Property Feminism and International Law International Commercial Arbitration International Criminal Court Independance of the
International Judiciary International Human Rights Law and Practice International Law onForeign Investment International Law on Biotechnology International Monetary Law
International Securities Regulations International Trade Law Islamic Law and International Law Legal Aspects of Sustainable Development Legal Issues of Outer Continental
Shelf Space Law Transnational Enforcement of Environmental Law Water Resources Law Corporate Social Responsibility and International Law (Plenarsitzung)
Verantwortlich: Anneliese Odenthal
Für Rückfragen steht Ihnen unter der Emailadresse:
khboeckstiegel @ aol.com Professor Dr. Böckstiegel zur Verfügung.