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518 Millionen Euro Kartellstrafe für Spannstahl-Hersteller
Die EU-Kommission hat gegen 17 Spannstahl-Hersteller wegen eines Preis- und Marktaufteilungskartells Geldbußen in Höhe von 518 Millionen Euro verhängt. "Diese Unternehmen sind fast so aufgetreten wie in einer Planwirtschaft", kommentierte Joaquín Almunia, der für die Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsident der Kommission, und führte weiter aus: "Die Kommission wird gegenüber Kartellen keine Nachsicht walten lassen. Wiederholungstäter werden mit einer höheren Geldbuße belegt, und Anträgen auf Stundung oder Senkung der Geldbuße wegen drohender Zahlungsunfähigkeit wird nur stattgegeben, wenn die Geldbuße das Unternehmen eindeutig in den Konkurs treiben würde, was selbst in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten selten ist."

Das Kartell bestand von Januar 1984 bis September 2002 und erstreckte sich auf alle damaligen EU-Länder mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs, Irlands und Griechenlands. Es endete 2002, als DWK/Saarstahl aufgrund der Kronzeugenregelung die Kommission von seiner Existenz unterrichtete und die unangekündigte Nachprüfungen in den Geschäftsräumen der mutmaßlichen Kartellmitglieder durchführte. Insgesamt 18 Jahre lang haben die beteiligten Unternehmen einzelne Lieferquoten und Preise festgesetzt, Abnehmer untereinander aufgeteilt und sensible Geschäftsinformationen ausgetauscht. Diese Preis- und Marktaufteilungsabsprachen wurden mittels eines Systems von nationalen Koordinatoren und bilateralen Kontakten überwacht.
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